Warnstreik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Wie Sie sicherlich bereits der Berichterstattung in den Medien entnommen haben, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für Dienstag, den 28.11.2023 zum Warnstreik aufgerufen.

Aufgrund dessen kommt es leider zu erheblichen Beeinträchtigungen des regulären Schulbetriebes, so dass eine Unterrichtung generell nicht stattfinden wird und auch eine Betreuung aller Schülerinnen und Schüler nicht gewährleistet werden kann. Es erfolgt lediglich eine Notbetreuung von der 1. bis zur 4. Unterrichtsstunde für berufstätige Eltern. An diesem Tag finden ebenso keine GTA-Kurse statt.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.  

Mit freundlichen Grüßen
Die Schulleitung

 

Für weitere Informationen beachten Sie bitte auch den folgenden Elternbrief der GEW Sachsen:

"Liebe Eltern,

am 28. November befinden sich Lehrkräfte dieser Schule im Warnstreik. Das bedeutet, dass es zu zusätzlichem Unterrichtsausfall kommen kann. Die Entscheidung, in den Streik zu gehen, ist uns schwergefallen. Aber wir sehen keine Alternative. Die Arbeitgeber zwingen uns leider zu diesem Schritt.

 

Liebe Eltern, um diesen Zustand zu beenden, brauchen wir jetzt Ihre Solidarität und Unterstützung!

Uns ist bewusst, dass ein Warnstreik für Sie als Eltern und für Ihre Kinder eine Belastung darstellt. Deshalb gehen wir verantwortungsvoll damit um. Wir hoffen, dass wir uns mit den Arbeitgebern in der nächsten Verhandlungsrunde am 7./8. Dezember in Potsdam einigen können. Auch für uns sind Warnstreiks anstrengend und kräftezehrend. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes spüren die extremen Preissteigerungen. Sie brauchen dringend eine deutliche Lohnsteigerung. Weil die vergangene Länder-Tarifrunde im Herbst 2021 noch vor dem Krieg in der Ukraine stattfand, haben die Tarifparteien diese Entwicklung nicht vorhersehen können. Gewerkschaften und Arbeitgeber einigten sich damals auf die nächste Tarifrunde im Herbst 2023. Während im Frühjahr 2023 in einer intensiven Tarifauseinandersetzung ein guter Abschluss für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen erreicht werden konnte, warten die Landesbeschäftigten weiter auf eine Gehaltssteigerung.

 

Doch die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossenen Länderarbeitgeber geben sich trotz guter Steuereinnahmen knauserig. Ihre Vorschläge laufen auf deutliche Reallohnverluste hinaus. Das können die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften nicht hinnehmen. Arbeitskämpfe sind das durch Grund- und Menschenrechte geschützte Mittel, mit dem sie ihre Interessen durchsetzen können.

 

Dabei geht es zunächst um Warnstreiks, also kurze, meist eintägige Arbeitsniederlegungen. Erst wenn nach mehreren Verhandlungsrunden keine Einigung möglich ist, können die Gewerkschaften zu einem unbefristeten Erzwingungsstreik aufrufen. Davon sind wir noch weit entfernt. Aber die jetzt angekündigten Warnstreiks sind unvermeidlich, damit die Arbeitgeber sich in den Verhandlungen bewegen und die Forderungen der Beschäftigten endlich ernst nehmen.

 

Durch den eklatanten Lehrkräftemangel fällt übrigens weit mehr Unterricht aus als durch ein paar Stunden Warnstreik. Dieser Personalmangel im öffentlichen Dienst kann nur mit guten Arbeitsbedingungen behoben werden. Auch Kinder und Eltern haben ein Interesse daran, dass dadurch wieder mehr Menschen für die spannende Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewonnen werden können.

 

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und bitten um Ihre Unterstützung.

 

Wir informieren Sie gerne über den Verlauf der Verhandlungen und anstehende Warnstreiks. Informationen zur Tarifrunde finden Sie auch unter: www.gew.de/MEHR.

Ihre Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)"

Offizieller Elternbrief der GEW Sachsen | NOVEMBER 2023

Weitere Informationen unter https://www.gew-sachsen.de/